• eBike-Enthusiast seit Anbeginn
  • betreute 1997-2005 das Triathlon-Rennteam in Roth

Peter, erzähle uns bitte ein paar Dinge über dich.

Ich bin 1960 geboren, angefangen habe ich 1980 als Mechaniker, ich war Abteilungsleiter für Fahrradteile und war zuständig für Einteilung und Versorgung der Werkstatt. Anschließend war ich bei einem kleineren Händler tätig, bis dann Achim mir vorschlug die Werkstatt bei eBike-Maass zu leiten und im Verkauf tätig zu sein. 1987 bin ich nach Pleinfeld gezogen.

Und du pendelst jeden Tag – mit dem eBike, oder …?

… nein natürlich nicht, 120km jeden Tag wäre mir dann auch mit dem eBike zuviel.

Was machst du in deiner Freizeit?

Natürlich eBike-fahren, hauptsächlich Mountain-Bike – das macht mir da draussen bei Pleinfeld richtig Spaß. Etwas Fußballspielen. Ich hab 4 erwachsene Söhne, da gibts auch ständig was zu tun.

Welche Vorteile siehst du in einem eBike oder Pedelec gegenüber einem konventionellen Fahrrad?

Der Vorteil des eBike ist, dass man dann automatisch mehr fährt. Durch die Unterstützung fährt man mehr und man entscheidet selbst den Kraftaufwand. Du kannst dich mit einem eBike richtig trainieren und dich plagen oder du kannst ganz entspannt irgendwo ankommen.

Wieviel Zeit verbringst du mit deinem eBike?

Berufsbedingt unter der Woche weniger, aber Samstags Nachmittag, Sonntags und Montags bin ich ziemlich viel mit dem eBike unterwegs – so ca. 5-6 Stunden pro Woche.

Wie wird sich deiner Meinung nach der eBike-Markt in den nächsten Jahren entwickeln?

Auf Grund der Umweltthemen wird das eBike wichtiger werden. Gerade Pendler profitieren vom eBike, man muss sich keinen Parkplatz suchen, man kommt mit dem eBike überall hin und durch die Tretunterstützung ist es ein ganz entspanntes Fahren. 20-30 km sind mit dem eBike täglich durchaus möglich – man muss halt etwas mehr Zeit einplanen. Zum Beispiel die Strecke Lauf-Nürnberg dürfte mit dem eBike gegenüber dem Auto nicht viel langsamer zu schaffen sein, man tut trotzdem etwas für die Umwelt und für sich selbst.

Was war aus deiner Sicht ein echter Meilenstein in der eBike-Entwicklung?

Der Mittelmotor. Früher gab es nur Front- oder Heckmotoren mit einen enormen Gewicht und damals mit fast keiner Reichweite, teilweise waren damals die Akkus nach 20 Kilometer platt. Was sich hier technisch getan hat, ist wirklich immens.

Was ist aktuell die weiteste Reichweite mit einem leistungsstarken Akku?

Das ist abhängig davon, wie man fährt. Man kann 120 Kilometer weit kommen oder auch nur 50 Kilometer – je nachdem welche Unterstützungsstufe man selbst wählt und wie man selbst tritt. Mit den Dualbatterien von Riese & Müller mit 1000 oder 1100 Watt ist eine Reichweite von 150-200 Kilometer durchaus möglich.

Reisen in Deutschland werden wohl wieder populärer – macht es Sinn, sich sein eBike auf einem Anhänger mit in den Urlaub zu nehmen?

Auf dem Dachträger geht es nicht, dafür sind eBikes zu schwer – aber es bieten sich die Kupplungssysteme an.

Hast du ein Lieblings-eBike?

Ich fahr sehr gern die Mountain-eBikes, und hier sehr gern die Vollgefederten, wie das Riese & Müller Delite Mountain oder von Flyer das Uproc.

Peter Gebsattel

Wenn jemand sagt … mit einem eBike zu fahren sein kein richtiger Sport … wie antwortest du darauf?

eBike-fahren ist ganz normaler Sport. Wenn man seine Unterstützungsstufen bewußt einsetzt und reduziert muss man richtig arbeiten, sogar mehr als mit einem normalen Fahrrad.

Worauf sollte man beim eBike-Kauf achten?

Erstmal sollte man festlegen, was man mit dem eBike machen will. Wozu braucht man es bzw. was soll es können, mit welcher Technik sollte es ausgestattet sein. Dann ist wichtig die richtige Rahmenhöhe und die Ausstattung. Wenn man sich manche Angebote ansieht, wo eBikes normale Fahrradzugbremsen haben ist das einfach ein Unding. Ein eBike muss eine hydraulische Bremse haben, weil man damit einfach schneller unterwegs ist als mit einem konventionellen Fahrrad, sowie eine vernünftige Schaltung – in Abhängigkeit was man damit machen will eine Naben- oder Kettenschaltung.

Ein paar Worte zu deinem Chef, Achim, bitte.

Er ist unser Chef, aber er läßt uns das nicht spüren, weil er eher Kollege ist und wir haben hier im Laden ein freundschaftliches Verhältnis. Er hat immer ein offenes Ohr für Probleme.

eBike-Werkstatt-Termine – was ist dabei zu beachten?

Wir arbeiten in der Werkstatt ausschließlich mit Termin, was in der Saison auch mal zu einer längeren Wartezeit führt – nicht weil die Werkstatt zu langsam arbeitet, sondern weil wir auf Qualität Wert legen. Service ist bei uns wirklich Service.

Danke Peter, für das Interview.
tg